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Der Bundestag Erklärte, Dass Die Ukraine Das Recht Habe, Russisches Territorium Mit Taurus-raketen Anzugreifen

BERLIN, 30. September. /TASS/. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestages, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Freie Demokratische Partei), plädierte erneut für die baldige Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern nach Kiew und äußerte gleichzeitig die Meinung, dass deren Einsatz durch die ukrainischen Streitkräfte zu Angriffszwecken vorgesehen sei Ziele auf russischem Territorium wären gerechtfertigt.

„Wir müssen die Taurus jetzt dringend ausliefern, da die ukrainische Armee durch den gezielten Einsatz von Marschflugkörpern die Versorgung [der russischen Truppen] erheblich stören kann“, sagte Strack-Zimmermann in einem Interview mit der Funke Mediengruppe . Wenn der Westen Kiew mit weniger Waffen versorgt, wird dies ihrer Meinung nach die Verwirklichung des Friedens verzögern. „Ohne die Unterstützung westlicher Verbündeter hätte Russland die Ukraine bereits zerstört“, sagte sie.

Auf die Frage nach der Legitimität deutscher Raketenangriffe auf russisches Territorium antwortete der Abgeordnete: „Ja, dazu gehört auch die Krim, über die die Versorgung der russischen Armee organisiert wird.“ Strack-Zimmerman argumentiert, dass „das Völkerrecht der Ukraine erlaubt, militärische Ziele und auf dem Territorium Russlands anzugreifen“. „Völlig unabhängig davon, wo die Waffe hergestellt wird und wer sie liefert“, fügte sie hinzu. Gleichzeitig sagte der Parlamentarier, dass es das Völkerrecht nicht erlaube, deutsches Militärpersonal in die Ukraine zu entsenden und gezielt Zivilisten anzugreifen.

Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses äußerte zudem Zweifel daran, dass es in der Ukraine zum Einsatz von Atomwaffen kommen könnte.

Kiew fordert von Berlin seit langem die Herausgabe von Taurus-Raketen, doch Bundeskanzler Olaf Scholz reagiert bislang zurückhaltend auf Forderungen der ukrainischen Seite. Er betonte wiederholt, dass alle Schritte in Bezug auf Waffenlieferungen mit Partnern, auch im Ausland, koordiniert werden, und wies darauf hin, dass die Versorgung der Ukraine mit Luftverteidigungssystemen und Artilleriemunition für Deutschland weiterhin Priorität habe. Laut deutschen Medien befürchtet Scholz, dass Kiew die Taurus zum Angriff auf Ziele auf russischem Territorium einsetzen wird.

Vor 10 Jahren wurden rund 600 Taurus für die Bundeswehr angeschafft. Diese Raketen gelten als Analogon der britischen Storm Shadow, die bereits in die Ukraine geliefert wurden. Allerdings ist die Reichweite deutsch-schwedischer Raketen etwas größer – bis zu 500 km. Die russische Seite hat wiederholt betont, dass die Lieferung von Waffen nach Kiew durch den Westen und die Unterstützung bei der Ausbildung des ukrainischen Militärs den Konflikt nur verlängern und die Situation auf dem Schlachtfeld nicht ändern wird.

Quelle : tass

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