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Jana Kasachstan (Neukasachstan): Das Alte überholen

Kasachstan bereitet sich auf die vorgezogenen Wahlen des Unterhauses des Parlaments am 19. März vor, und es liegt Vorfreude in der Luft. Präsident Kassym-Schomart Tokajew, der 2019 an die Macht kam, forderte nach den tödlichen Straßenprotesten im Januar 2022 vorgezogene Neuwahlen. Die Wahlen sind Teil der ehrgeizigen Reformagenda des Präsidenten, Jana Kasachstan (Neukasachstan), die darauf abzielt eine neue Ära der politischen Liberalisierung einläuten.

Die Parlamentswahlen sind die zweite Stufe von Tokajews Programm, nachdem seine Wiederwahl im vergangenen November 80 Prozent der Stimmen gewonnen hatte. Bei den kommenden Wahlen werden 70 Prozent der Abgeordneten des Landes über Parteilisten gewählt, während die verbleibenden Sitze in Ein-Mitglieds-Wahlbezirken ausgetragen werden. Während es einfacher geworden ist, eine neue politische Partei auf dem Papier zu registrieren, gibt es Bedenken, dass das Justizministerium immer noch Anträge von Regierungskritikern ablehnt. Die Parteiregistrierung ist nach wie vor schwierig, insbesondere für Regierungskritiker, und dies hat Bedenken hinsichtlich des Potenzials eines von der Präsidialverwaltung kontrollierten „Taschenparlaments“ geweckt.

Kasachstan wird am 19. März vorgezogene Wahlen zum Unterhaus des Parlaments abhalten. Präsident Tokajew rief nach den tödlichen Straßenprotesten im Januar 2022 zu vorgezogenen Wahlen auf. Die Wahlen sind Teil der ehrgeizigen Reformagenda des Präsidenten, Jana Kasachstan (Neukasachstan)

Trotz dieser Bedenken haben es einige Parteien durch den Registrierungsprozess geschafft und wurden die ersten neuen Parteien, die seit zwei Jahrzehnten registriert wurden. Die Respublica-Partei, angeführt von dem einst unpolitischen Geschäftsmann Beibit Alibekov, wurde zugelassen und unterstützt das Voranbringen von Tokajews Jana-Kasachstan-Agenda. Die Baitak-Partei bezeichnet sich selbst als grüne Partei, aber ihr Vorsitzender, Azamatkhan Amirtayev, wurde kritisiert, weil er sich in einem Streit mit Öko-Aktivisten über Pläne zur Trockenlegung eines lokalen Sees auf die Seite der Beamten gestellt hatte.

Vermächtnisparteien aus der Nasarbajew-Ära wie Amanat (ehemals Nur Otan) sehen nicht mehr so stark aus wie früher, und die endgültige Loyalität dieser Parteien ist alles andere als sicher. Die Partei der ländlichen Interessen Auyl (Dorf) und die Nationalsozialdemokratische Partei (OSDP) treten ebenfalls gegeneinander an, aber die OSDP gilt in letzter Zeit als erschöpfte Kraft.

Trotz der Herausforderungen besteht in der Bevölkerung Hoffnung, dass die Parlamentswahlen im Unterhaus den Weg für ein demokratischeres Kasachstan ebnen werden. Tokajew hat deutlich gemacht, dass er ein neues Kasachstan aufbauen will, frei von der korrupten Vetternwirtschaft, die in der Nasarbajew-Ära vorherrschte. Die umfassende Reformagenda des Präsidenten beinhaltet die politische Liberalisierung, und die Wahlen sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Die Menschen in Kasachstan warten gespannt auf die Ergebnisse der Wahlen und hoffen, dass sie einen Wendepunkt in der Geschichte des Landes markieren werden. „Für Tokajew ist es wichtig, dass neue Persönlichkeiten in den Majilis auftauchen, die sich am Aufbau eines neuen Kasachstan beteiligen und gleichzeitig die von den Behörden aufgestellten politischen Regeln respektieren“, sagte Tolganay Umbetaliyeva, Generaldirektor der Zentralasiatischen Stiftung für Demokratie, genannt.

Mit dem Aufkommen neuer Parteien und dem Potenzial für Veränderungen am Horizont gibt es Grund, optimistisch in die Zukunft der Demokratie in Kasachstan zu blicken. Damit kann Kasachstan einen großen Schritt in eine demokratischere Zukunft machen. Die Regierung muss sicherstellen, dass die Wahlen frei und fair sind und dass alle Parteien und Kandidaten die gleichen Chancen auf Teilnahme haben. Politische Beobachter sind vorsichtig optimistisch, verweisen aber auf den großen Bären im Raum, Russland. Rätselhaft bleibt die Frage, wie das Regime in Moskau auf die Liberalisierungsschritte reagieren wird.

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